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Baby essen

Es gibt keine Regel, zu welcher Tageszeit oder mit welchem Obst oder Gemüse ihr beginnt. Grundsätzlich sollte Sie nur einige Regeln beachten:

  • Zwingen oder überreden Sie ihr Kind nicht zum Essen und/oder eine gewisse Menge aufzuessen und hören auf, wenn es eindeutig das Essen herausschiebt, den Mund nicht mehr aufmacht und den Kopf wegdreht.
    Auch wenn Ihr Kind schon 7 Monate oder älter ist und noch nichts außer Milch möchte, ist dies kein Grund zur Besorgnis.
  • Beikost wird zusätzlich zur Milchnahrung gefüttert. Der Sinn der Beikost ist nicht schnellstmöglich Milchmahlzeiten zu ersetzen, sondern den Kindern zusätzliche Energie zuzuführen. Stillen Sie also ruhig Ihr Kind anfangs vorher, nach einiger Zeit dann anschließend noch oder bieten Sie die Flasche Milch an, denn Gemüse reicht möglicherweise nicht um ausreichend zu sättigen.
  • Wählen Sie einen ruhigen Zeitpunkt des Tages, möglichst, wenn das Baby nicht zu hungrig ist.
  • Beginnen Sie mit einem einzelnen Lebensmittel ohne Zusätze von Gewürzen, Zucker o. ä.
  • Geben Sie höchstens eine neue Zutat alle 4-5 Tage, damit Unverträglichkeiten leichter festgestellt werden können. Sollten Sie Probleme bemerken, lassen Sie dieses Lebensmittel wieder weg und teilen Sie es Ihrem Kinderarzt mit.
  • Füttert höchstens die doppelte Menge des Vortages, damit sich das gesamte Verdauungssystem langsam an die neuen Aufgaben gewöhnen kann.
  • Nach und nach können Mahlzeiten aus 2 Gemüsesorten plus Fleisch eingeführt werden. Hierbei sollten Sie bei Menügläschen (oder auch, wenn ihr selber kocht) einen Esslöffel hochwertiges Pflanzenöl (z.B. Mandel- oder Rapsöl) zugeben.
  • Wichtig: Bereits erwärmte und nicht verzehrte Mengen sollten nicht noch mal erwärmt und gefüttert werden, da die Keimbelastung sonst zu hoch ist!
  • Sie sollten in etwa jeden Monat eine neue Mahlzeit einführen, weiterhin ist aber das Stillen nach Bedarf immer noch zu empfehlen. Wenn Sie künstliche Säuglingsnahrung geben, brauchen Sie nicht zu wechseln, sondern können wie gewohnt bei der Pre- oder 1er-Nahrung bleiben.
  • Zu den Mahlzeiten sollten Sie auch immer etwas zu trinken anbieten. Als Durstlöscher eignen sich besonders abgekochtes Leitungswasser, Babywasser oder Mineralwasser, welches zur Zubereitung von Säuglingsnahrung geeignet ist. Aber auch Rotbuschtee kann angeboten werden. Meiden sollten Sie Instanttee, Kräutertee, aromatisierten Früchtetee oder Tee mit Koffein/Teein.

    Am besten bieten Sie das Getränk aus einem einfachen Plastikbecher oder Schnapsglas, eventuell auch einem Schnabelbecher an, auch wenn anfangs mehr daneben geht: es geht um die Übung. Keine Angst, wenn es nicht klappt, denn im ersten Lebensjahr kann der Flüssigkeitsbedarf auch über die Muttermilch gedeckt werden, sofern noch nach Bedarf gestillt wird. Stillkinder müssen deswegen nicht an die Flasche gewöhnt werden!

  • 5 Mahlzeiten (oder auch mal mehr) sind für Kinder ideal. Viele kleinere Portionen sind gesünder als 3 große. Von diesen 5 sollten im Alter von 6-8 Monaten mindestens 3 Milchmahlzeiten (Stillen, Flasche oder Milchbrei) sein, im Alter von 9-12 Monaten noch 2.

Quelle

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