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Fragen zum Pucken

Ist Pucken nicht grausam?

Nein, denn es geht beim Pucken nicht darum, ein Baby bewegungsunfähig zu machen. Es geht vielmehr darum, ihm eine ähnliche Umgebung zu schaffen wie die, die es 9 Monate lang im Mutterleib gewohnt war, nämlich einen eng umgrenzten Raum. Ein gepucktes Baby hat ähnlich viel oder wenig Bewegungsfreiheiten wie ein Baby im Tragetuch, und wohl keiner würde heutzutage fragen, ob ein Tragetuch nicht grausam ist.

Wer einmal beobachtet hat, wie ein unruhiges oder schreiendes Baby, das gepuckt wird, sich innerhalb von weniger als einer Minute beruhigt und zufrieden einschläft, nachdem es zuvor eine halbe Stunde oder länger nicht in den Schlaf finden konnte, wird staunend erkennen, dass wir unsere erwachsenen Empfindungen nicht immer direkt auf unsere Babys übertragen können.

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Wann werden Babys gepuckt?

Babys sollen nur zum Schlafen gepuckt werden. Unruhige Babys können auch während des Stillens gepuckt werden, sofern sie ungepuckt nur schwierig trinken. Frühgeborene und ganz junge Neugeborene können anfangs auch während der Wachphasen gepuckt werden, dies sollte man jedoch auf sehr wenige Wochen beschränken, damit sich die Kinder ungestört entwickeln können. Frühgeborene kann man auf jeden Fall bis zum eigentlichen Entbindungstermin ständig pucken.

Idealerweise fängt man mit dem Pucken möglichst bald nach der Geburt an, wenn das Baby noch an die Gebärmutter gewöhnt ist, aber auch ein späterer Einstieg ist möglich. Es soll jedoch nicht verschwiegen werden, dass ältere Babys, die zuvor nicht gepuckt wurden, manchmal eine gewisse Gewöhnungsphase benötigen und sich zunächst gegen das Pucken sträuben. Es ist aber auch in diesen Fällen möglich, das Baby noch an das Pucken zu gewöhnen, mit dem Erfolg, dass es länger und besser schläft.

Wann soll man mit dem Pucken aufhören?

Für die meisten Babys gelten die folgenden Hinweise. Einige Babys benötigen die räumliche Begrenzung jedoch länger, z.B. manche Babys mit Geburtstraumen. Hier können Sie nach Rücksprache mit Ihrem Arzt oder Ihrer Hebamme von den allgemeinen Regeln abweichend entsprechend länger pucken. Manche Babys werden so bis ins 2. Lebensjahr gepuckt. Für Babys, die keine Extremfälle sind, gelten jedoch folgende Regeln:

  • Fragen Sie Ihre Hebamme oder Ihren Kinderarzt, ab wann Ihr Baby nicht mehr gepuckt werden sollte, um seine motorische Entwicklung nicht zu behindern.
  • Falls Sie denken, dass Ihr Baby eventuell vom Rücken auf den Bauch rollen könnte, während es gepuckt ist (dies ist nicht sehr wahrscheinlich, auch nicht für ältere Babies, weil die Babies normalerweise ihre Arme verwenden, um sich umzudrehen), dann hören Sie mit dem Pucken auf, damit auf keinen Fall die Atemwege Ihres Babys durch Bauchlage behindert werden können.
  • Sie sollten nicht mehr pucken, und zwar mit keiner Puckhilfe, wenn Ihr Baby groß- oder stark genug ist, sich aus der Puckhilfe zu befreien.

Wie kann ich meinem Baby das gepuckt-sein abgewöhnen?

Diese Frage beschäftigt viele Eltern schon frühzeitig. Häufig löst sich das Problem dann ganz von alleine, zum Beispiel weil das Baby auch im Bett seine Händchen benutzen möchte, die es inzwischen kontrolliert bewegen kann. In manchen Fällen muß man jedoch nachhelfen. Hier ein paar Tipps:

  • Verwenden Sie über dem gepuckten Baby zusätzlich eine Decke, die Sie stramm links und rechts unter die Matraze schieben. Das gibt dem gepuckten Baby noch mehr Halt. Beim Entwöhnen, lassen Sie die Pucktücher weg, verwenden aber weiterhin die stramme Decke. Sollte es nicht möglich sein, die Decke stramm unter die Matraze zu stecken, kann man sie auch mit Hilfe von Sandsäcken oder dergleichen fixieren. Die dünne Baumwolldecke Swaddle Set eignet sich besonders gut für diesen Zweck und kann zudem prima als Pucktuch verwendet werden.
  • Falls obiger Tipp bei Ihrem Baby nicht funktionieren sollte, können Sie nach Rücksprache mit Ihrem Arzt oder Ihrer Hebamme die Bauchlage probieren. Sie sollten sich jedoch immer bewußt sein, dass dies das Risiko des plötzlichen Kindstods erhöht, und diese Methode daher nur anwenden, wenn es keine andere Lösung gibt. Das Risiko, am plötzlichen Kindstod zu sterben ist im ersten halben Jahr am größten, aber es gibt auch hinreichend viele Fälle, in denen es ältere Babys getroffen hat. 

Quelle

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