So praktisch und jede Menge Vorteile – Die Muttermilch und das Stillen
Die Muttermilch ist optimal den Wachstumsbedürfnissen und den heranreifenden Funktionen der Verdauung, des Stoffwechsels und der Ausscheidung des Säuglings angepasst. Es vermindert die Häufigkeit und Anfälligkeit sowie die Schwere von Infektionen und vor Allergien bei Säuglingen.
Muttermilch ist wahnsinnig praktisch. Sie haben sie immer dabei, sie ist steril und außerordentlich nahrhaft. Sie haben die Muttermilch immer in der richtigen Menge in der richtigen Temperatur dabei. Durch das Saugen wird die Kieferentwicklung bei den Baby`s begünstigt.
Stillen begünstigt die Rückbildungsvorgänge und die Gesundheit der Mutter nach der Geburt und beugt Brustkrebs vor.
Die erste Zeit beim Stillen
Das erste Anlegen sollte noch im Kreissaal stattfinden, am besten noch in der ersten Lebensstunde (Saugreflex beim Baby 20-30 Min nach der Geburt am stärksten), damit die Kinder die wertvolle Vormilch erhalten. Diese ist besonders nährstoffhaltig. Stillen fördert auch die Ablösung der Plazenta nach der Geburt. Lassen Sie sich die Kinder auch in der ersten Nacht bringen.
Häufiges Stillen erhöht die Milchproduktion. Lassen Sie so wenig wie möglich zufüttern. Ein gesundes Neugeborenes braucht dies in der Regel nicht. Die Saugverwirrung ist grad in den ersten 6 Wochen noch recht groß beim Baby - deshalb weder Schnuller oder die Flasche reichen.
Lassen Sie sich im Krankenhaus nicht durch das Vorher- und hinterher wiegen unter Druck setzen.
Die "richtige" Milch wird sich erst nach dem Milcheinschuss (3.-6. Tag) einstellen. Die Brustdrüsen schwellen an und bereiten sich auf ihre Arbeit vor. Diese Zeit kann sehr unangenehm für die Mutter sein.
Damit die Milch gut fließt, setzen Sie vorher Wärme ein und nach dem Stillen sollten Sie Kühlen. Ein Quarkwickel wirkt wunder. Achten Sie darauf, dass Sie die Kinder nicht immer in der gleichen Position anlegen, damit die Brustwarzen nicht immer auf der gleichen Stelle beansprucht werden.
Wie oft Sie stillen sollten?
Nach Zwei Wochen hat sich die Milchmenge reguliert und nach ca. vier Wochen ein Rhythmus eingestellt. Anfangs sollten Sie die Kinder auf jeder Seite 10 Min. anlegen. Dann immer nach Bedarf stillen, soviel und solange sie möchten, jedoch die Stillabstände nicht unter 2 Stunden. Da sich sonst halbverdaute und unverdaute Milch mischen, was bei Ihrem Baby Bauchschmerzen einstellen.
Die Brust ist kein Schnullerersatz. Nicht immer ist der Bedarf gleich, mal brauchen sie mehr, bei Wachstumsschüben, mal weniger, dann kann gut auf Vorrat abgepumpt werden.
In der Anfangszeit werden 8-12 Stillmahlzeiten in 24 Stunden empfohlen. Ihr Baby legt dazwischen auch einige Schlafpausen ein. Eine Stillzeit von 20-45min ist die Norm. Häufiges kurzes Stillen ist für Mutter und Kind deutlich angenehmer. Die Mutterbrust spannt dann nicht so schnell und das Baby muss nicht so oft über Unruhe-und Hungerphasen hinweggetröstet werden.
Es wird empfohlen 6 Monate voll zu stillen und dann erst mit dem Zufüttern beginnen.
Reicht denn meine Milch für mein Kind?
Ob die Menge für Ihr Baby ausreichend ist, läßt sich nicht so einfach feststellen. Sie werden es mit der Zeit beobachten können, ob Ihr Kind zufrieden und satt ist. Achten Sie auf die nachfolgend beschriebenen Anzeichen. Wenn es lebhaft ist, 6-8 nasse Windeln täglich produziert und in den ersten 4 Wochen 2mal oder mehrmals in 24 Stunden Stuhlgang hat, kann man davon ausgehen, dass Ihr Baby ausreichend versorgt ist.
Eine Gewichtsabnahme um die 10% des Körpergewichts Ihres Baby`s ist als normal einzustufen. Nach ungefähr 2 Wochen müßte aber das Geburtsgewicht wieder erreicht sein. Ihr Baby sollte pro Woche dann ca 120-250g oder gar mehr an Gewicht zulegen.
Quelle